Potenzieller WIKIPEDIA-Eintrag: Fritz Fränkle

25 Feb

Dr. Fritz Fränkel, am 7. September 1892 in Berlin geboren, war ein jüdischer Nervenarzt, Psychologe und Mitbegründer der KPD. Bekannt wurde er vor allem durch die medizinische Begleitung seines Freundes Walter Benjamins bei dessen gemeinsamen Haschisch-Experimenten. Die Protokolle und Berichte des Experiments sind heute in Walter Benjamins Buch „Über Haschisch“ (Suhrkamp, 2000) veröffentlicht.

Leben Fränkles

Fränkel studierte zunächst Medizin und Psychologie an der Berliner Friedrich-Wilhelms Universität. Im Anschluss meldete er sich als Militärarzt im Jahre 1915 freiwillig zum Kriegsdienst. 1919 promovierte er, seine Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg nutzend, über Kriegsneurosen. Zudem betätigte er sich zu Beginn der zwanziger Jahre im Verein Sozialistischer Ärzte und dem Proletarischen Gesundheitsdienst. Im Jahre 1925 ließ er sich mit eigener Praxis als Nervenarzt in Berlin nieder, und begann, sich mit der Wirkung von Drogen zu beschäftigen. Zwischen 1927 und 1934 begleitete der Berliner die Haschischexperimente seines Freundes Walter Benjamin, dessen Ergebnisse er später mit Benjamins Schwester gemeinsam veröffentlichte.

Nach seiner Verhaftung durch die SA-Feldpolizei in seiner Wohnung in Wilmersdorf am 21. März 1933 wurde er zunächst im Gefängnis Papestraße inhaftiert. Bereits am 23.März konnte Fränkel das Gefängnis wieder verlassen, woraufhin er mit seiner Frau, der eigentlichen Partnerin seines Nachbarn Rudolf Neumann, ins Exil in die Schweiz, dann nach Frankreich, Spanien und Mexiko floh.

Am 21.Juni 1944 verstarb der Nervenarzt im Exil in Mexiko.

Klaus Täuberts Buch „Unbekannt verzogen…“ (Trafo Verlag Berlin, 2005) schildert eindringlich das Leben des Suchtmediziners und Psychologen.

Werk

Presseschau „True Grit“

24 Feb

Zehn Oscarnominierungen gehen auf seine Kappe und heute kommt er auch zu uns in die Kinos: „True Grit“, der neue Film von Joel und Ethan Coen. Wer für die Premiere keine Karten mehr erwischt hat, kann sich hier zumindest noch einmal den Trailer ansehen. Da der erste Western der Coen-Brüder in den USA bereits am 22.Dezember die Kinos eroberte, stehen auch aus dem Ausland schon einige Rezensionen und weitergehende Informationen über den Film zur Verfügung.

Rottentomatoes

So auch die Homepage von rottentomatotes, die für jeden Film eigens eine Audience-rate einrichtet, auf der Zuschauer ihren Film bewerten können.Im Falle von „True Grit“  überzeugt die Umfrage gnadenlos: Ganze 87% der Zuschauer mochten den Film. Die amerikanische Seite glänzt zudem mit einer Vielzahl an Informationsangeboten über den Film:  Der Besucher kann sich durch über 200  Kommentare, Fotos und Videoausschnitte klicken.

The New York Times

Auch David Carrs New York Times-Artikel „The Coen Brothers shooting straight“ beschäftigt sich mit dem Film.Wenig überrascht zeigt sich der Autor, dass der neue Coen-Film ein Western geworden ist, spielten doch bereits „No Country For Old Men“ im Westen. Dennoch sei der neue Coen-Film im Gegensatz gerade in der den Coen-Stil ausmachenden Hinsicht anders als alle anderen: „Serious fans of the Coen brothers could not be blamed for waiting for another shoe to drop, an ironic twist or the pop of a balloon. It never comes (although Rooster expresses admiration for the horse, not the girl who rode it across).“

Roger Ebert

Der Amerikaner Roger Ebert, professioneller Rezensent und Autor zahlreicher Bücher über Filme, veröffentlichte bereits einen Tag vor dem US-Kinostart seine Rezension des Western, in dem er sich ebenfalls überrascht zeigt, dass sich der neue Coen-Film wenig „typisch Coen“ präsentiert: „“TRue Grit“ ist nicht so exzentrisch, schrullig, ironisch und skurril wie seine Vorgänger. Es scheint als hätten die beiden Männer, die einige der originellsten Filme unserer Zeit produzierten, einen Punkt erreicht, an dem sie sich auf  die Freude altbewährter, geradliniger Kunstformen rückbesinnen wollten.“, so Ebert auf seiner Homepage.

WAZ

„Gestern wurde die 61. Berlinale eröffnet – mit einem Western, für den selbst eingefleischte Wildwest-Verweigerer ins Kino galoppieren werden. In den USA tun sie das schon.“, schreibt Julia Emmrich in ihrer Rezension für den Online-Auftritt der WAZ. Gerade die 14-jährige Schauspielerin Hailee Steinfield überzeuge wie eine willenstarke, unerschrockene Schwester von Pippi Langstrumpf oder Huckleberry Finn. Sie weist außerdem darauf hin, dass die Filmidee für „True Grit“ daraus entstand, dass Joel Coen die Charles Portis Buchvorlage „Die mutige Mattie“ jahrelang seinem Sohn vorlas. In Responsion folgte der Rowohlt-Verlag mit einer Neuauflage des Werks.

Buchrezension SZ, 17.2.:“Nemesis“ von Philip Roth

24 Feb

Als eine Art modernen Sisyphos beschreibt der SZ-Rezensent Christopher Schmidt den Protagonisten des Romans „Nemesis“ von Philip Roth: Sportlehrer Bucky Cantor, zu Beginn des zweiten Weltkrieges wegen Untauglichkeit von der Armee ausgemustert, beginnt 1944 im amerikanischen Newark als eine Art Kriegsdienstersatz den Kampf gegen die Polio-Epidemie. Machtlos nicht nur gegenüber dem Kriegsausgang sondern auch in Bezug auf die sich ausbreitende Kinderlähmung, empfindet sich Bucky als negative Gegenfigur zu  Roosevelt, der an den vom Protagonisten umkämpften Fronten gleich beide Siege davon trug. Schmidt stellt den zweihundertseitigen Roman nicht nur inhaltlich teilweise bis ins Detail dar, sondern erklärt auch die dreiteilige Erzählstruktur, in der Roth alles, was ihn als Schriftsteller ausmache, meisterhaft zusammenführe und konzentriere.  Schonungslos und plastisch nennt der Rezensent das neueste Werk des von ihm gerühmten amerikanischen Autors, das die zum Scheitern verurteilte Geschichte eines bis zum Achill idealisierten Bucky an den historischen Lasten, die ihm Roth aufbürdet,  beschreibt. Trotz der rhetorischen Wucht des Romans sieht Schmidt dennoch ein Defizit in der Motivation des Helden: Woher kommt dieses übersteigerte Pflichtgefühl, dass Bucky auszeichnet? Der Rezensionsautor befürchtet gerade aus diesem Grund einen Leser, der sich über die eigene Romanbegeisterung wundert.

Wie das Internet die mediale Welt verändert: Kevin Kelly

23 Feb

Kevin Kelly. Photo by Ed Schipul, cc

Es gibt eine Menge Internetvisionäre – nennen wir nur Clay Shirky, Jeff Jarvis , Yochai Benkler oder Lawrence Lessig – aber keiner spricht so klar und zugleich faszinierend über die Zukunft des Buchs und des Lesens wie Kevin Kelly. Schon im Jahr 2006 veröffentlichte Kelly, einer der Mitbegründer des Technomagazins Wired, einen klassischen Essay über die Zukunft des Buchs in der New York Times.

Nun hat er eine TOC (Tools of Change for Publishing) Conference gehalten, in der er seine Thesen ausführt und aktualisiert – merklich inspiriert von der Verbreitung des Ipads, das von Wired in einem nicht unumstrittenen Artikel von Kellys Kollegen Chris Anderson als die Zukunft des Internets gefeiert wurde.

In diesem Vortrag fasst Kelly die Zukunft des Buchs (und des Schreibens und Lesens) in folgende sechs Verben

1 Screening
2 Interacting
3 Sharing
4 Accessing
5 Flowing
6 Generating (what’s better than free?)

Kevin Kellys neuestes Buch ist  „What Technology Wants“ (mehr hier) : Das Buch präsentiert die Idee, „dass man Technologie nicht bloß als ein Kabel- und Metallgewirr, sondern als eigenständig lebendiger, sich entwickelnder Organismus verstehen müsse, der ebenfalls unbewusste Bedürfnisse und bestimmte Tendenzen verfolgt“

Kelly sagt, dies sei sein letztes Buch auf Papier.

Foto

Kevin Kelly

Kevin Kelly at The UP Experience 2010.

Note: this photo is Creative Commons Attribution. You are welcome to use it with „photo by Ed Schipul“.

Kommentare und Favoriten

<a href=“/photos//“ class=“comment-buddy-icon-link“ title=“Profil anzeigen“><img src=“http://l.yimg.com/g/images/buddyicon.jpg#&#8220; alt=““ width=“48″ height=“48″ class=“comment-buddy-icon“></a>

 

Alle Besucher der Flickr Site können sich Ihre öffentlichen Fotos jederzeit ansehen, unabhängig davon, ob sie Flickr Mitglied sind oder nicht. Es gibt jedoch eine Einschränkung. Wenn Sie Fotos zeigen möchten, die mit „Freunde“, „Familie“ oder „Privat“ gekennzeichnet sind, verwenden Sie einen Gästepass.

Wenn Sie Fotos aus einem Album zeigen möchten, können Sie einen Gästepass erstellen, der auch Fotos einschließt, die mit „Freunde“, Familie“ oder „Privat“ gekennzeichnet sind. Wenn Sie einen ganzen Fotostream zeigen möchten, können Sie einen Gästepass erstellen, der Fotos einschließt, die mit „Freunde“ oder Familie“ gekennzeichnet sind (jedoch keinen privaten Fotos).

Weitere Informationen zu Gästepässen

[?]

Wann, was, wo? Wir sind Heimattouristen.

22 Feb

Das Wochenende naht und in eurem Terminkalender herrscht gähnende Leere? Der Winterblues macht euch zu schaffen und ihr wollt lieber was erleben statt vorm TV Dieter Bohlen beim casten zuzuschauen? Und das alles möglichst vor eurer Haustür? Ich würde euch in diesem post gerne einen Überblick darüber verschaffen, wo ihr Partys, Events und Veranstaltungen in und um Herten finden könnt. Also runter vom Sofa und ab ins Internet!

Wer alt bekannte Gefilde neu entdecken möchte, dem kann ich wärmstens eine Segway-Tour auf die Halde empfehlen! Ein Freund von mir hat sich den Spaß erlaubt und war begeistert. Die Tour bietet rasanten Fahrspaß und ein ganz neues Fahrgefühl, wenn’s über die Drachenbrücke die Serpentinen aufwärts geht! Wem beim „Aufstieg“ Angst und Bange ist, der kann wahlweise auch eine Tour durch den Schlosspark buchen. Infos, Preise und Termine (und sogar Geschenkgutscheine) findet ihr hier oder noch konkreter beim Tourismusbüro Herten . Mit 58 € für eine zweistündige Tour seid ihr dabei, anmelden solltet ihr euch mindestens drei Tage vorher.

Wer’s noch ein bisschen sportlicher mag, der kann die Heimatstadt auch mal beim „Sightjogging“ erkunden. Ob die Aktion auch diesen Sommer stattfinden wird, könnt ihr in  naher Zukunft hier erfahren. Kontaktfreudige erfreuen sich bestimmt der Stadtrundfahrt mit dem Bürgermeister – meist ist man hinterher überrascht, was man über die eigene Heimatstadt nicht wusste! Auch Infos darüber findet ihr auf der Homepage des Tourismusbüros, die ich euch als  Heimattouristen wärmstens ans Herz legen möchte 😉 . Hier gibt’s je nach Interessengebieten, sportlichem Betätigungswillen und sogar Altersgruppen sortiert zahlreiche Angebote schmackhaft auf dem Silbertablett serviert.

Musikalisch wird’s dann am 12. März im Restaurant am Katzenbusch wenn die Jungs von „Big Wheel“ (gehören zum festen Inventar der Hertener Blues- und Rocknacht)  neben einer anderen Band ordentlich Bock auf Rock haben. Wem Roch eine Nummer zu hart ist, der ist jeden zweiten Freitag im Monat im Restaurant willkommen, denn dann lautet das Motto „Blues vom Feinsten„. Das Beste: Der Eintritt ist sogar frei! Darauf erstmal ein Bier….

Du magst es lieber etwas ruhiger, schätzt aber gepflegte Unterhaltung? Auf der Seite von Proticket erfährst du immer, was bühnentechnisch im Glashaus los ist- und Tickets kann man auch direkt buchen. Die leckeren Gerichte von Calamini muss man dann aber doch vor Ort bestellen. Nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhaltet ihr dann nochmals auf der Homepage der Stadt Herten.

Dann noch ein Tipp von mir! Es klingt nach Kaffeekränzchen-Unterhaltung, ist aber wirklich immer wieder sehr lustig und originell: Die Bühnenprogramme der Schlampampen! Das bedeutet rappelvolle Sääle, schmerzendes Zwerchfell – genau das richtige für einen Mädlsabend! Leider: alle noch kommenden Veranstaltungen sind ausgebucht, lediglich für Termine ab dem 15. Oktober 2011 sind noch Karten zu haben. Also, fix auf  Termine nachgeschlagen, Mädls oder Mama zusammengerauft und Karten bestellen. Es lohnt sich!!

Etwas mehr Männlichkeit (zumindest ein wenig) bietet die Travestie-Show des Revue Palasts auf der Zeche Ewald. Ein Kollege berichtete mir mehrfach von knallbunten, frech-witzigen Shows, vielleicht schaut ihr einfach mal hier vorbei!

Und noch ein etwas aktuellerer Termin besonders für Kunstbanausen und solche die es werden wollen! Am 03. März hältder Kuntshistoriker Dr. Siegfried Gnichwitz ab 19 Uhr auf dem Hof Wessels einen Vortrag zum Thema „…und das soll Kunst sein?“ . Bei Speis und Trank möchte sich der Refrent dem Thema „moderne Kunst“ nähern. Bleibt noch die Frage von welcher Seite. Habe die leise Hoffnung, dass es an Witz und Sarkasmus nicht mangeln wird! Mehr Infos über die Veranstaltung findet ihr hier.

Wildschweinpastete!! Quarkmousse mit Minzpesto!! Die überaus nützliche Kombination aus Unterhaltung und Essen wird auch vom Gasthof  „Altes Dorf“ in Westerholt (im Alten Dorf, wo sonst 😉 ) angeboten. Hier wird sogar wortwörtlich ein exquistites Menü angepriesen, und wenn ich den Aussagen meines Fleischaffinen Arbeitskollegen glauben schenken kann, trifft das wohl auf alle Speisen dort zu. Am 17. März zeigt das LiteraTourTheater Dortmund dort auf jeden Fall die Schauspielrevue  „FRANK!“ über das Leben und die Musik  Frank Sinatras.  Los geht’s um 19 Uhr, wie oben. Wer mehr über dieses Event wissen möchte, klickt einfach auf den Info-Flyer.

Übrigens: Auch die Maschinenhalle der Zeche Scherlebeck wird 2011 eventtechnisch nicht lange auf sich warten lassen. Was der Medienkulturverein  „artgaffa“ im Jahr der Kulturhauptstadt quantitativ geleistet hat, ist zwar kaum zu toppen, aber ab dem 13. März geht’s künstlerisch wieder zur Sache. Den Anfang der Kunstausstellungsreihe 2011 machen Monika Ortmanns Installationen“Coco geht aus“. Für das Programm der Kunstausstellungsreihe folgt einfach dem Link.

Für den kleinen Kunsthunger zwischendurch eignet sich übrigens hervorragend der „Über Laden“  auf der Ewaldstraße 52. Bei einem Pläuschchen mit Besitzer und Trashkünstler „Punky“ Bahr führt er euch sicher gerne durch seine kleinen und großen Kunstwerke – wirklich sehenswert.

Wunschkonzert St. Antonius

22 Feb

Vielleicht habt ihr’s ja mitbekommen: Am Sonntag fand in der St. Antonius Kirche ein Orgelwuschkonzert zur Einweihung des neuen Fördervereins der Kirchenmusik statt. Jetzt, da die Orgelrenovierungen abgeschlossen sind, möchte sich die Gemeinde mit dem neuen Förderverein wieder auf das Produkt konzentrieren: die Musik. Bereits Wochen im Voraus lagen in der Kirche Wahlzettel aus, auf denen die Interessenten ihre Wunschtitel unter dem Motto „Meisterwerke der Orgelmusik“ ankreuzen und ins Rennen schicken konnten. Aus den 35 abgegeben Stimmen entschied sich dann das Programm des Wunschkonzertes, die meisten Stimmen fielen auf Widor. Gespielt wurden die virtuosen Werke dann von Kantor Bernhard Terschluse- natürlich an der frisch renovierten Orgel. „Lediglich zwei Zungenregister warten noch auf Reparaturen“, so der 52-Jährige, der seit 12 Jahren  in St. Antonius den Ton angibt.

Übrigens gefällt mir die Idee des Wunschkonzertes sehr gut! Vielleicht wäre das ja mal ein Format, dass man einen Abend lang im Glashaus übernehmen könnte, natürlich dann mit leichterem Stoff. Eventuell ließe sich ja sogar eine Motto-Wunschmusikreihe organisieren: Einen Monat lang jeden Samstag Abend Party im Glashaus mit Wunschliedern der Gäste unter einem bestimmten Motto, z.B. „Neunziger“ oder „trash“. So wäre für jeden was dabei und in Herten käme auch das junge Volk mal wieder zum tanzen und feiern ins Glashaus. Könnten sich ja auch lokale Bands für anbieten….

Und los geht’s!

22 Feb

Also, wie schon gesagt, los geht’s. Ähm – Womit? Gute Frage, mal sehen. Im Rahmen eines Uni-Projektes sitz ich hier auf jeden Fall grad vor meinem ersten Blog.  Worum’s gehen soll? Ich dachte mir, um Kultur, und zwar in Herten, gerade weil’s dort freizeitmäßig wenig zu tun gibt. An der Quelle sitze ich auch, wenn ich in der Redaktion vorbei schaue, also wann und was in Herten so abgeht, erfahrt ihr in Zukunft hier! 🙂